Bedeutung des Selbstbehaltes in der privaten Krankenversicherung

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Den Begriff Selbstbehalt hat jeder schon einmal gehört, der einen PKV Vergleich durchgeführt hat. Mit einem Selbstbehalt kann auf die Beitragshöhe einer privaten Krankenversicherung eingewirkt werden. Doch wie funktioniert ein Selbstbehalt eigentlich?

Definition Selbstbehalt

Der Selbstbehalt stellt den Betrag dar, den ein Versicherter selbst zahlen muss, wenn eine ärztliche Leistung in Anspruch genommen wird. Er funktioniert ähnlich wie die Selbstbeteiligung einer Kaskoversicherung. Bis zu dem gewählten Betrag müssen ärztliche Leistungen vom Versicherten selbst bezahlt werden, erst danach springt die PKV ein. Die private Krankenversicherung spart sich also das Geld, das der Versicherte selbst ausgibt. Logischerweise drückt dieser Umstand die Beiträge nach unten.

Diverse Arten vom Selbstbehalt

Der Selbstbehalt kann auf verschiedene Arten durchgeführt werden. Die übersichtlichste Variante ist ein Jahresbetrag. Bis dieser Betrag erreicht ist, muss der Versicherte alle Kosten bezahlen, danach zahlt die private Krankenversicherung. Beispiel: es wurden 5000 Euro als Jahresselbstbehalt vereinbart. Ab dem 1.1. eines Jahres zahlt der Versicherte alle Arztkosten, bis die 5000 Euro erreicht sind. Sind sie bereits im März erreicht, dann zahlt die Versicherung alle anfallen Kosten von April bis Dezember. Sind die 5000 Euro erst im Oktober erreicht, dann muss die Versicherung nur noch für die Kosten im November und Dezember aufkommen. Unübersichtlicher ist ein Selbstbehalt, der in Prozenten vereinbart wird. In diesem Fall übernimmt der Versicherte beispielsweise immer 2 Prozent aller Kosten. Nachdem der Versicherte vorher nicht weiß, welche Kosten auf ihn zukommen, hat er keinen finanziellen Überblick. Sollte er in einem Jahr gar nicht erkranken, so hätte er dann auch keinerlei Kosten. Wäre aber eine aufwendige Operation notwendig, dann können die Kosten problemlos eine vierstellige Zahl erreichen.

Viele private Krankenversicherungen bieten auch die Möglichkeit, einen Selbstbehalt in verschiedenen Gesundheitsbereichen zu vereinbaren. Oder Sie übernehmen einen Prozentsatz der Hilfsmittel. Ihnen stehen hier viele Möglichkeiten zur Auswahl. Für welche Sie sich entscheiden, sollte wohl überlegt sein. Ein noch so günstiger Beitrag könnte dann zu einem finanziellen Problem werden, wenn die eigene Beteiligung zu hoch gewählt wurde. Einen Bonus bieten die meisten Privaten Krankenversicherungen: wenn Sie keine oder wenig Leistungen in Anspruch genommen haben, erhalten Sie einen bestimmten Betrag zurück. Hierbei gelten die Leistungen der PKV innerhalb eines Kalenderjahres und die Erstattung erfolgt dann im neuen Jahr.